Spaß auf drei Rädern

Es gibt viele Möglichkeiten zusammen mit seinem Hund Sport zu treiben. Ob Agility, Turnierhundesport oder Obedience. Im Vordergrund steht immer die artgerechte Beschäftigung und der gemeinsame Spaß von Hund und Hundeführer solange man sich im Breitensport bewegt.
Eine etwas andere Variante ist der Zughundesport. Natürlich ist diese Sportart nicht neu, jedoch für unsere Breiten eher ungewöhnlich, denkt man an den Schlittenhundesport in den skandinavischen Ländern. Allerdings wurden Hunde auch hier schon in früheren Zeiten, und zwar besonders in Österreich und der Schweiz, zum Ziehen von Lasten eingesetzt.
Heute ist der Zughundesport eher im Freizeitbereich zu finden. Es gibt die Möglichkeit Tageswanderungen mit Hund und Bollerwagen zu machen oder mit mehreren Hunden vor einem sogenannten Sacco-Cart zu fahren. Die etwas sportlicher Version ist das Trike oder ein Scooter. Hierbei steht der Hundeführer auf einem Roller oder Dreirad und kann dadurch seinen Hund auch jederzeit durch Anschub unterstützen.

Die Hundeschule Wetterau hat nun erstmals einen Zughundekurs für Anfänger angeboten und gezeigt, daß man diesen Sport auch mit ganz "normalen" Familienhunden betreiben kann. Man muß nicht gleich einen Husky oder Malamut besitzen um Fahrsport zu betreiben.
In erster Linie geht es darum, lauffreudige Vierbeiner großer Rassen besser auszulasten damit diese nicht auf dumme Gedanken kommen und anfangen Radfahrer, Jogger oder gar Wild nachzujagen. Die Hunde sollen eine Möglichkeit zum Laufen und Rennen bekommen. Denn oftmals ist das Umfeld der Tiere sehr eng und eingeschränkt, gerade wenn man in der Stadt wohnt. Nicht überall gibt es Hundewiesen und entsprechende Freiräume. Nebenbei lernen die Hunde durch den Zugsport noch Kommandos wie links,rechts, stehenbleiben, warten und ähnliche Befehle die man auch sonst im Alltag einsetzen kann. Dabei müssen sie sich auf den Hundeführer konzentrieren und werden so auch geistig beschäftigt und gefordert, was ebenso wichtig ist wie die körperliche Auslastung.

Stacks Image 30689


Bereits nach wenigen Übungsstunden konnten dann erste Fahrversuche mit dem Bollerwagen oder den dreirädrigen Trikes unternommen werden. Dazu gehörte die entsprechende Gewöhnung an das Zuggeschirr und an das Fahrzeug selber. Natürlich mußten die Hunde gewisse Voraussetzungen erfüllen.
Sie müssen ausgewachsen und älter als ein Jahr sein, mindestens 25 kg wiegen und auch eine Schulterhöhe von ca. 50 cm haben. Um ganz sicher zu gehen sollte man seinen Hund vorher beim Tierarzt vorstellen und den gesundheitlichen Aspekt abklären.

Einige Hundeführer haben mit ihren Vierbeinern den Fahrspaß durch die Wetterau entdeckt und einen Grund- und Folgekurs absolviert. Mit Beginn der warmen Jahreszeit ist jetzt allerdings erst einmal Sommerpause angesagt. Denn bei Temperaturen über 25 Grad sollten die Hunde nicht im Zuggeschirr laufen.

Interessierte Hundefreunde, die einen entsprechend großen Vierbeiner besitzen können sich bei der Hundeschule Wetterau schon jetzt informieren.